Ratgeber
Der Zahnwechsel: was wann passiert
Der Zahnwechsel zieht sich über mehrere Jahre. Die Spannbreite ist groß – „spät“ ist deutlich häufiger auffällig als problematisch.

Die grobe Reihenfolge
Meist beginnt es mit den unteren Schneidezähnen, häufig um das sechste Lebensjahr. Etwa zur gleichen Zeit bricht hinter den Milchbackenzähnen ein neuer Zahn durch, ohne dass ein Milchzahn ausfällt: der erste bleibende Backenzahn.
Genau dieser Zahn wird oft übersehen, weil kein Wackelzahn auf ihn hinweist. Er ist kariesanfällig, solange er nicht vollständig durchgebrochen ist – ein häufiger Grund für eine Fissurenversiegelung.
Wann Sie nachfragen sollten
- Ein bleibender Zahn bricht hinter dem Milchzahn durch, während dieser noch fest sitzt.
- Eine Lücke bleibt auffällig lange leer.
- Ein Milchzahn geht durch Karies oder Unfall vorzeitig verloren.
- Das Kind kaut dauerhaft einseitig oder klagt über Druck.
Bei frühem Verlust wird geprüft, ob ein Platzhalter sinnvoll ist, damit die Nachbarzähne nicht in die Lücke wandern.
Pflege in dieser Phase
Im Wechselgebiss stehen Zähne unterschiedlicher Höhe nebeneinander. Die Zahnbürste rutscht über die niedrigeren hinweg – genau dort entsteht dann Karies.
Hilfreich ist, die neu durchbrechenden Backenzähne bewusst quer zu putzen, statt nur mit der üblichen Bewegung über die Zahnreihe zu fahren.
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Zuletzt aktualisiert am 26. August 2026