Für Eltern
Der erste Zahnarztbesuch Ihres Kindes
Der erste Termin entscheidet oft darüber, wie ein Kind Zahnarztbesuche für den Rest seiner Kindheit erlebt. Deshalb sollte er bewusst unspektakulär bleiben.

Ab wann ist der erste Besuch sinnvoll?
Empfohlen wird der erste Termin, sobald der erste Milchzahn durchgebrochen ist – also meist im Laufe des ersten Lebensjahres. Für gesetzlich versicherte Kinder gibt es dafür zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen in festgelegten Altersfenstern.
Der Sinn dieses frühen Termins ist nicht, an einem einzelnen Zahn etwas zu tun. Es geht darum, dass Sie früh wissen, worauf zu achten ist – und dass Ihr Kind die Praxis kennenlernt, solange nichts weh tut.
Was beim ersten Termin üblicherweise passiert
In der Kinderzahnheilkunde ist der erste Termin bewusst klein gehalten: kein Bohren, kein Druck, keine Überraschungen.
- 1
Ankommen dürfen
Ein Kind sollte sich zuerst umsehen können. Wer möchte, sitzt anfangs auf dem Schoß der Eltern statt allein auf dem Behandlungsstuhl.
- 2
Zähne zählen
Die Zähne werden angeschaut – oft im Sitzen, bei den Kleinsten manchmal im Liegen quer über den Beinen der Eltern.
- 3
Beraten
Besprochen werden Putztechnik, Zahnpasta, Ernährung und alles, was Ihnen aufgefallen ist.
- 4
Einordnen
Sie erfahren, ob etwas beobachtet werden sollte und wann der nächste Termin sinnvoll ist.
Wie Sie Ihr Kind vorbereiten
Kurz und beiläufig ankündigen
Am Vortag oder am Morgen genügt. „Wir gehen zum Zahnarzt, der zählt deine Zähne“ ist besser als eine lange Erklärung.
Keine Wörter einführen, die es noch nicht kennt
„Es tut nicht weh“, „du musst keine Angst haben“, „das ist keine Spritze“ – all das führt Begriffe ein, an die ein Kind sonst gar nicht gedacht hätte.
Eigene Erinnerungen zu Hause lassen
Wenn Sie selbst ungute Erfahrungen gemacht haben: Ihr Kind spürt das. Es hilft, das offen anzusprechen – gegenüber dem Praxisteam, nicht gegenüber dem Kind.
Guten Zeitpunkt wählen
Ausgeschlafen und nicht hungrig. Ein Termin direkt nach einem langen Kita-Tag startet mit Nachteil.
Was Sie mitbringen sollten
- Versichertenkarte des Kindes
- das zahnärztliche Kinderuntersuchungsheft, falls vorhanden
- Kinderuntersuchungsheft (U-Heft), wenn Sie es zur Hand haben
- die Zahnpasta, die Sie zu Hause verwenden
- Angaben zu Medikamenten, Allergien oder Vorerkrankungen
Wenn Ihr Kind älter ist und noch nie da war
Das ist häufiger, als Sie denken, und kein Grund für ein schlechtes Gewissen. Ein guter Einstieg beginnt dann genau dort, wo Ihr Kind steht – notfalls mit einem Termin, bei dem nichts weiter passiert als ein Kennenlernen.
Mehr dazu unter Angstfreie Behandlung für Kinder.
Häufige Fragen zum ersten Besuch
Darf ich mit ins Behandlungszimmer?
Bei kleinen Kindern ist das der Normalfall. Später wird manchmal vorgeschlagen, dass ein Kind allein hineingeht – das sollte mit den Eltern besprochen werden, nicht über ihren Kopf hinweg.
Wie lange dauert der Termin?
Für einen ersten Termin sind etwa 30 Minuten üblich. Ein Teil davon entfällt auf das Gespräch mit den Eltern.
Was, wenn mein Kind nicht mitmacht?
Dann wird weniger gemacht. Ein Kind, das den Mund nicht aufmacht, sollte nicht überredet werden; der nächste Anlauf folgt beim nächsten Termin. Das ist keine verlorene Sitzung, sondern ein Zwischenschritt.
Passt dazu

Prophylaxe & Kariesvorsorge
Regelmäßige Kontrolle, Zahnreinigung und altersgerechte Beratung – damit Karies möglichst gar nicht erst entsteht.
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Fluoridierung
Fluoridlack macht den Zahnschmelz widerstandsfähiger. Wie oft er sinnvoll ist, hängt vom Kariesrisiko ab.
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Ersttermin anfragen
Geben Sie im Formular das Alter Ihres Kindes an – danach richtet sich, was bei einem ersten Termin sinnvoll ist.