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Logo der Kinderzahnarztpraxis: ein lachender Zahn in einem abgerundeten QuadratKids Smile

Kinderzahnheilkunde

Fissurenversiegelung bei Kindern

Die Kauflächen der bleibenden Backenzähne sind keine glatten Flächen, sondern ein System aus schmalen Rillen. Eine Versiegelung schließt sie, solange sie noch gesund sind.

Ein Mädchen beißt lachend am Küchentisch in einen grünen Apfel

Warum gerade die Backenzähne

Die Rillen auf der Kaufläche – die Fissuren – sind an ihrer engsten Stelle oft schmaler als eine einzelne Zahnbürstenborste. Speisereste und Bakterien kommen hinein, die Bürste kommt nicht hinterher.

Besonders kritisch ist die Phase des Durchbruchs: Ein Zahn, der erst zur Hälfte durchgebrochen ist, liegt tiefer als seine Nachbarn und wird beim Putzen regelmäßig übersprungen. Genau deshalb entsteht Karies bei Schulkindern so häufig am ersten bleibenden Backenzahn.

Der Ablauf

Für die Versiegelung wird nicht gebohrt, und eine Betäubung ist dafür nicht nötig.

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    Prüfen

    Zuerst muss sicher sein, dass die Fissur wirklich kariesfrei ist. Ein Zahn mit versteckter Karies darf nicht versiegelt werden.

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    Reinigen

    Die Kaufläche wird gründlich gereinigt und getrocknet – das ist der Schritt, von dem die Haltbarkeit am meisten abhängt.

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    Vorbereiten

    Der Schmelz wird kurz angeraut, damit sich das Material mikromechanisch verankern kann.

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    Versiegeln

    Der dünnflüssige Kunststoff fließt in die Rillen und wird mit Licht ausgehärtet.

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    Kontrollieren

    Der Biss wird geprüft. Bei jedem weiteren Kontrolltermin sollte geprüft werden, ob die Versiegelung noch vollständig ist.

Kassenleistung – für welche Zähne?

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Versiegelung der bleibenden großen Backenzähne bei Kindern und Jugendlichen, sofern die Zähne kariesfrei sind. Für Milchbackenzähne und die kleinen Backenzähne gilt das nicht automatisch.

Ob eine Versiegelung darüber hinaus sinnvoll ist, hängt vom Kariesrisiko ab. Was davon Kassenleistung ist, sollte vor der Behandlung geklärt werden.

Häufige Fragen

Hält eine Versiegelung für immer?

Nein. Sie wird beim Kauen beansprucht und kann sich an den Rändern lösen. Deshalb gehört die Kontrolle der Versiegelungen zu jedem Vorsorgetermin dazu; ausgebesserte Stellen sind schnell wieder geschlossen.

Ersetzt die Versiegelung das Zähneputzen?

Nein. Versiegelt wird nur die Kaufläche. Die Zahnzwischenräume und die Flächen am Zahnfleischsaum bleiben genauso kariesanfällig wie vorher – dort hilft weiterhin nur gute Prophylaxe und regelmäßiges Putzen.

Ab welchem Alter ist das sinnvoll?

Sobald der jeweilige Zahn ausreichend durchgebrochen ist, um trocken gelegt zu werden. Bei den ersten bleibenden Backenzähnen ist das meist im Grundschulalter der Fall, bei den zweiten einige Jahre später.

Passt dazu

  • Mutter und Sohn putzen sich nebeneinander am Waschbecken die Zähne und lachen sich im Spiegel an

    Prophylaxe & Kariesvorsorge

    Regelmäßige Kontrolle, Zahnreinigung und altersgerechte Beratung – damit Karies möglichst gar nicht erst entsteht.

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  • Eine Kinderhand drückt über dem Waschbecken Zahnpasta auf eine kleine Kinderzahnbürste

    Fluoridierung

    Fluoridlack macht den Zahnschmelz widerstandsfähiger. Wie oft er sinnvoll ist, hängt vom Kariesrisiko ab.

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  • Großes Anschauungsmodell eines Backenzahns neben Wachsmalstiften auf einem Holztisch

    Füllungen

    Wenn Karies den Zahnschmelz durchbrochen hat, wird der Defekt entfernt und der Zahn dicht verschlossen.

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Fragen zur Fissurenversiegelung?

Ob und wann eine Versiegelung für Ihr Kind sinnvoll ist, lässt sich nur am Zahn selbst beurteilen.