Ratgeber
Welche Zahnpasta ist die richtige für mein Kind?
Im Regal stehen Dutzende Tuben mit bunten Motiven. Die relevanten Unterschiede stehen aber klein gedruckt auf der Rückseite.

Worauf es tatsächlich ankommt
- Der Fluoridgehalt muss zum Alter des Kindes passen – er steht in ppm auf der Packung.
- Die Menge richtet sich nach dem Alter, nicht nach der Länge der Bürste.
- Fluoridquellen werden nicht unkontrolliert kombiniert.
- Der Geschmack darf ruhig entscheiden – solange die ersten drei Punkte stimmen.
Punkt vier ist kein Zugeständnis: Eine Zahnpasta, die ein Kind akzeptiert, wird zweimal täglich benutzt. Eine „bessere“, die abgelehnt wird, nicht.
Zahnpasta und Tabletten nicht gleichzeitig
Fluoridhaltige Zahnpasta und Fluoridtabletten sollen nicht parallel verwendet werden. Wenn Ihr Kind Tabletten bekommt, sprechen Sie das bitte beim Termin an – die Empfehlung wird dann darauf abgestimmt.
Auch fluoridiertes Speisesalz zählt zu den Quellen. Es ist unproblematisch, gehört aber ins Gesamtbild. Mehr dazu unter Fluoridierung.
Zwei verbreitete Missverständnisse
„Fluoridfrei ist sanfter“
Zahnpasta ohne Fluorid reinigt zwar mechanisch, aber der zentrale Schutzeffekt fehlt. Wenn Sie fluoridfrei verwenden möchten, sprechen Sie das beim Termin an – dann braucht es eine andere Strategie.
„Kinderzahnpasta reicht bis zum Schulabschluss“
Der empfohlene Fluoridgehalt steigt mit dem Alter. Eine Tube, die für ein Kleinkind richtig war, ist für ein Schulkind zu niedrig dosiert.
Passt dazu

Zähneputzen beim Baby
Die kurze Antwort: ab dem ersten Zahn. Die längere Antwort betrifft Menge, Technik und den Umgang mit Widerstand.
4 Min. Lesezeit
Zuletzt aktualisiert am 26. August 2026