Ratgeber
Was sind Kreidezähne?
Der Begriff beschreibt Zähne, deren Schmelz beim Bilden zu wenig Mineral eingelagert hat. Fachlich heißt das Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, kurz MIH.

Warum „Kreide“
Der betroffene Schmelz wirkt matt und undurchsichtig statt glasig – daher der Alltagsname. Er ist außerdem weicher und poröser als gesunder Schmelz, was ihn empfindlicher und kariesanfälliger macht.
Betroffen sind typischerweise die ersten bleibenden Backenzähne, teils auch die bleibenden Schneidezähne. Untersuchungen in Deutschland zeigen, dass ein relevanter Anteil der Zwölfjährigen mindestens einen betroffenen Zahn hat.
Woher kommt das?
Die Ursache ist bislang nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden Einflüsse in der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren – also in der Zeit, in der der Schmelz dieser Zähne gebildet wird.
Was sicher ist: MIH entsteht nicht durch schlechtes Zähneputzen und ist nicht ansteckend. Eltern trifft keine Schuld.
Was jetzt zu tun ist
- Früh abklären lassen, sobald die neuen Backenzähne durchbrechen.
- Empfindlichkeit ernst nehmen – sie erklärt oft Putzverweigerung.
- Schutz aufbauen, meist über intensivierte Fluoridierung.
- Regelmäßig kontrollieren, weil sich der Zustand verändern kann.
Wie die Behandlung nach Schweregrad aufgebaut ist, steht auf der Seite Kreidezähne (MIH).
Passende Behandlungen

Kreidezähne (MIH)
Poröser Zahnschmelz mit scharf begrenzten Flecken, oft empfindlich und kariesanfällig. Behandelt wird nach Schweregrad.
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Fluoridierung
Fluoridlack macht den Zahnschmelz widerstandsfähiger. Wie oft er sinnvoll ist, hängt vom Kariesrisiko ab.
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Flecken entdeckt?
Zuletzt aktualisiert am 26. August 2026