Ratgeber
Angst vor dem Zahnarzt bei Kindern
Angst ist keine Charakterschwäche, sondern eine Reaktion auf etwas Unbekanntes oder Unangenehmes. Sie lässt sich gut beeinflussen – am meisten durch das, was vor dem Termin passiert.

Woher die Angst kommt
- Aus einer schlechten Erfahrung – oft ein Termin unter Schmerzen oder Zeitdruck.
- Aus dem Kontrollverlust: liegen, Mund offen, nicht sprechen können.
- Aus Erzählungen: Geschwister, Kindergarten, gut gemeinte Erwachsenensätze.
- Aus der Anspannung der Eltern, die Kinder sehr zuverlässig spüren.
Was Eltern vorher tun können
Sachlich und knapp ankündigen
„Wir gehen zum Zahnarzt, die zählen deine Zähne“ reicht. Lange Vorbereitungen machen aus einem Termin ein Ereignis.
Nicht verhandeln
Der Termin ist gesetzt wie ein Kindergartentag. Ein Kind, das mitentscheiden darf, ob es geht, muss die Entscheidung auch allein tragen.
Timing beachten
Ausgeschlafen und satt macht einen größeren Unterschied als jede Belohnung.
Sätze, die eher schaden
„Das tut gar nicht weh“ führt das Wort Schmerz überhaupt erst ein. „Du musst keine Angst haben“ ebenso. Auch „Wenn du brav bist, gibt es …“ signalisiert, dass etwas Unangenehmes bevorsteht.
Besser: beschreiben, was passiert, statt zu bewerten, wie es sich anfühlen wird.
Was beim Termin passiert
In der Kinderzahnheilkunde gilt ein einfaches Prinzip: erst erklären, dann zeigen, dann machen. Nichts sollte in den Mund kommen, was das Kind nicht vorher gesehen hat.
Mehr dazu auf der Seite Angstfreie Behandlung für Kinder.
Erstmal nur kennenlernen?
Ein Termin, bei dem nichts behandelt wird, ist ein üblicher erster Schritt – fragen Sie in der Anfrage danach.
Zuletzt aktualisiert am 26. August 2026